Wichtige Sicherheitshinweise

Fintepla (Fenfluramin) wird angewendet bei Patienten ab einem Alter von 2 Jahren zur Behandlung von Krampfanfällen im Zusammenhang mit dem Dravet-Syndrom als Zusatztherapie zu anderen Antiepileptika.

Echokardiogramm-Kontrollen

Bevor ein Arzt Fintepla verschreiben kann, muss er zunächst veranlassen, dass das Herz des Patienten mittels Echokardiogramm (oft als ECHO bezeichnet) untersucht wird. Ihr behandelnder Arzt wird veranlassen, dass ein Kardiologe (ein Arzt, der auf Herz und Blutgefäße spezialisiert ist) das ECHO durchführt. Die Echokardiogramm-Kontrolle wird in den ersten 2 Jahren alle 6 Monate und danach jährlich durchgeführt.

Ein Herzecho ist ein äußerliches Verfahren, (nicht-invasiv), welches Ultraschall verwendet (hochfrequente Schallwellen, die vom Herzen beim Schlagen wie ein Echo zurückgeworfen - reflektiert - werden), um ein Bild der Herzklappen zu erstellen und den Druck in den Lungengefäßen zu berechnen. Bei dem Verfahren wird keine Strahlung eingesetzt. Ein ECHO wird mit einem Ultraschallgerät durchgeführt, ähnlich den Geräten, die bei Frauen während der Schwangerschaft verwendet werden. Während eines ECHOs prüft der Herzspezialist (Kardiologe), ob die Herzklappen richtig arbeiten und ob der Druck in der Arterie zwischen Herz und Lunge nicht zu hoch ist. Bei der Untersuchung werden einige verschiedene Instrumente verwendet:

  • Elektroden: Der Untersucher klebt einige dieser Pflaster auf den Brustkorb, um die Herztätigkeit aufzuzeichnen.
  • Schallkopf: Die Person, die die ECHO-Untersuchung durchführt, bewegt dieses stabähnliche Gerät über den Brustkorb. Es sendet Ultraschallwellen in den Brustkorb.
  • Ultraschall-Gel: Dieses wird auf den Schallkopf aufgetragen. Es hilft den Schallwellen des Schallkopfs, das Herz zu erreichen.
  • Ultraschall-Computer: Diese Maschine wandelt die Schallwellen in Bilder des Herzens um.

Das Programm mit kontrolliertem Zugang (Controlled Access Programme, CAP)

Fintepla (Fenfluramin) unterliegt einem Programm zum kontrollierten Zugang (Controlled Access Programme, CAP). Das bedeutet, dass es nur von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung von Epilepsie und Ärzten, die eine spezielle Schulung absolviert haben, verschrieben werden darf. Das Programm mit kontrolliertem Zugang wurde als Teil der Anforderungen für die Zulassung des Arzneimittels in Europa eingeführt.

Wenn Ihr Arzt Ihnen ein Rezept für Fintepla ausstellt, teilt er Ihnen auch seinen individuellen Verschreiber-Identifikationscode (die sogenannte Verschreiber-ID) mit, den Ihr Apotheker benötigt, um das Arzneimittel abzugeben. Ihr Arzt schreibt seine Verschreiber-ID entweder auf Ihr Rezept oder gibt sie Ihnen separat zusammen mit dem Rezept.

Ohne die Verschreiber-ID Ihres Arztes kann der Apotheker Fintepla nicht an Sie ausgeben.

Aus diesem Grund kann die Lieferung etwas länger als normal dauern. Sie sollten Ihr Rezept daher mindestens 5 Arbeitstage, bevor Sie das Medikament benötigen, beim Apotheker abgeben.

Diese Website ist für Patienten in Europa bestimmt, denen Fintepla verschrieben wurde, sowie für deren Pflegepersonal.

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung von neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede bei Ihnen oder Ihrem Kind auftretende Nebenwirkung melden. Im Abschnitt „Worauf sollten Sie achten“ erfahren Sie, wie Sie Nebenwirkungen melden können.

Fintepla (Fenfluramin) wird angewendet bei Patienten ab einem Alter von 2 Jahren zur Behandlung von Krampfanfällen im Zusammenhang mit dem Dravet-Syndrom als Zusatztherapie zu anderen Antiepileptika.

Das Dravet-Syndrom ist eine seltene Form der Epilepsie, die in der Regel im Alter von unter einem Jahr erstmals auftritt. Patienten, die daran leiden, haben oft sehr häufige und schwere Anfälle. Sie können hier mehr über das Dravet-Syndrom erfahren.